(Foto: Theodor Fliedner Stiftung)

Mülheim. „Es geht darum, mehr Begegnungen zu schaffen“

Über das Projekt „Engagement inklusive“ wurden in den letzten Wochen einige Begegnungsmöglichkeiten geschaffen. Ziel ist es, Menschen mit und ohne Behinderung im Stadtteil, in der City, in der Gesellschaft näher zueinander zu bringen.

Carola Polizzi ist begeistert vom Erfolg der letzten Aktionen. Die Verantwortliche für das Projekt „Engagement inklusive“ setzt sich für mehr Miteinander in der Mülheimer Gesellschaft ein. Finanziert wird das Projekt über „Aktion Mensch“, Carola Polizzi koordiniert es für die Theodor Fliedner Stiftung und das Centrum für Bürgerschaftliches Engagement (CBE). „Es geht darum, Begegnungen zu schaffen“, sagt sie. So geschehen zum Demokratietag Mitte Juni als Zeichen für eine offene Gesellschaft. An gedeckten Tafeln wurde die Demokratie mit spannenden Debatten und Aktionen gefeiert. Der Demokratietag in Mülheim schloss sich einer bundesweiten Aktion an: dem, Tag der offene Gesellschaft. Mehr als zehn Vereine, Initiativen und Unternehmen haben interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch eingeladen. „Verteilt über das Mülheimer Stadtgebiet haben wir gemeinsam ein Zeichen gesetzt.“ Für Demokratie, für Offenheit, für Gastfreundschaft für Vielfalt und Freiheit. Die Theodor Fliedner Stiftung war mit der Rikscha dabei. Carola Polizzi stellte die Frage in den Vordergrund, „wie tritt man mit jemandem in Kontakt, mit dem man sonst keinen hat“. Über Dialogkärtchen lernten sich zuvor unbekannte Menschen bei der Rikscha-Fahrt kennen. Die Tour ging vom Demokratie Tisch auf der Trasse RS1 aus zum HBF und von dort auf der Trasse zur Hochschule Ruhr West und retour.

Die Rikscha aus dem Fliednerdorf war auch ein Höhepunkt beim Fest der Nachbarn Ende Juni in Selbeck. „Vor allem die Kinder hatten Spaß beim Fahren, trotz der Temperaturen.“ Der Fahrtwind war eine willkommene Abkühlung, der Elektromotor eine Erleichterung für die Fahrenden. Über 40 Gäste versammelten sich rund um die Kirche St. Teresia von Avila. Die geplanten Waffeln wichen kurzer Hand erfrischenden Eiskaffees. „Über Musik kamen wir in gute Gespräche“, so Carola Polizzi. Vom Steigerlied über Schlager feierten alle von 3 bis 88 Jahren mit.

Mit den Aktionen möchte Carola Polizzi Positives in der Stadt bewirken. „Je besser wir uns kennen, desto mehr Verständnis haben wir für die Bedürfnisse der anderen.“ Für die Mülheimer Menschen mit Behinderungen sind das: mehr Bildungsmöglichkeiten, mehr Barrierefreiheit, mehr Akzeptanz, aber auch mehr Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt.

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