v.l. Insa van der Heyden, Theresa Liegener, Jana-Eyleen Boddenberg und Helena Nühlen haben in ihrer Bachelorarbeit ein neues Konzept für's Jugendamt erstellt (Foto: Jan Bergmann)
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Kamp-Lintfort. Vier Studentinnen der niederländischen Hogeschool van Arnem en Nijmegen haben in ihrer Bachelorarbeit gemeinsam mit dem Jugendamt ein Konzept zur besseren Vernetzung bei Kindeswohlgefährdung erstellt. Der Handlungsrahmen, den die Studentinnen als gemeinsame Projektarbeit für die Stadt entwickelt haben baut auf den bestehenden Strukturen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) in Kamp-Lintfort auf und wird nun direkt umgesetzt.

Schulen, Kitas, Arztpraxen, Polizei, Beratungsstellen und weitere Einrichtungen, die mit Menschen zu tun haben werden flächendeckend mit Schulungen zur Kindeswohlgefährdung informiert und sensibilisiert. Aus diesem Netzwerk heraus soll eine Expertenrunde entstehen, die sich zweimal jährlich, unter Federführung des Jugendamtes zum gemeinsamen Austausch trifft.

Völlig neu ist ein Handbuch, dass die Studentinnen für die Netzwerkpartner erstellt haben, dass einen umfassenden Überblick über Abläufe und Strukturen im Kinderschutz in Kamp-Lintfort gibt und Fragen zum besseren Erkennen von Kindeswohlgefährdungen beantwortet. Oberstes Ziel von Netzwerk und Handbuch ist die Optimierung der präventiven Arbeit, damit Kinderschutzfälle gar nicht entstehen.

Einen wertvollen Beitrag leistet bereits das „Kindernest“ der Stadt Kamp-Lintfort, welches Familien vor, während und nach der Schwangerschaft begleitet. Die Begleitung erfolgt hier niederschwellig und Familien bekommen bereits in der ersten Lebensphase ihres Kindes Rat und Unterstützung.

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