Oberbürgermeister Frank Meyer verabschiedete Martin Linne (r.). Der Bau- und Planungsdezernent geht in seine Wahlheimat Duisburg zurück (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof)
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Krefeld/Duisburg. Bau- und Planungsdezernent geht in seine Wahlheimat Duisburg zurück

Für die Verabschiedung des Krefelder Bau- und Planungsdezernenten Martin Linne, der als Dezernent in seine Wahlheimat Duisburg zurückkehrt, hat die Stadtverwaltung die Alte Samtweberei als Veranstaltungsort gewählt. Und das aus gutem Grunde, wie Oberbürgermeister Frank Meyer in seiner Rede betonte: „Als Martin Linne im Jahr 2011 als Dezernent nach Krefeld kam, da war diese Gegend für die meisten ein Quartier auf dem absteigenden Ast. Das Image der Südstadt war ziemlich am Boden. Doch Martin Linne sah etwas anderes in diesem Viertel: die schöne historische Bausubstanz, die gute Lage nahe der Innenstadt, nahe am Hauptbahnhof, den Alexanderplatz als Herzstück des Quartiers, eine vielfältige Nachbarschaft mit engagierten Akteuren – und natürlich die Alte Samtweberei, eine frühere Textilfabrik, deren Mauerwerk vor sich hin bröckelte wie eine Erinnerung an bessere Zeiten“. Linne habe sich damals verhalten, wie es typisch für ihn sei. Er habe nicht ins allgemeine Jammern und Klagen eingestimmt, sondern auf die Potenziale und Chancen hingewiesen.

„Und dann hat er gemeinsam mit der Montag Stiftung Urbane Räume die Samtweberei in eine Keimzelle für die Zukunft verwandelt – eine Keimzelle für eine neue Nachbarschaft, für eine soziale Aufwertung, für ein besseres Miteinander“, lobte der Oberbürgermeister. Es brauche Fingerspitzengefühl und gute Konzepte, um einen solchen Wandel zu moderieren – und beides bringe Martin Linne von Hause aus mit. Dann erinnerte Frank Meyer an weitere Erfolge aus Linnes Amtszeit. „Einige Projekte stehen gerade jetzt an der Schwelle zu ihrer Verwirklichung – sei es das Wohngebiet Fischeln-Südwest, die Neugestaltung des Theaterplatzes oder das Mobilitätskonzept für Krefeld mit der Rad-Promenade. An den Fundamenten dieser und weiterer Zukunftsorte wird Martin Linne auch nach seinem Weggang einen Anteil behalten. Wer Städte entwickelt und größere Bauprojekte plant, der rechnet realistisch in Zeiträumen von zehn, 15 oder 20 Jahren – Martin Linne war leider nur acht Jahre bei uns, doch manche seiner visionären Ideen werden uns erhalten bleiben“, dankte ihm der Oberbürgermeister.

Auch Linne selbst blickte zum Abschied noch einmal auf seine Arbeit in Krefeld zurück. Neben dem Flächennutzungsplan, der nach langer Beratungsphase unter Linnes Regie im Jahr 2015 in Kraft treten konnte, freute er sich unter anderem auch über die neue Hauptfeuerwache im Bauhausstil und die Richtungsentscheidungen bei der Sanierung des Stadthauses und der Neugestaltung des Theaterplatzes. Krefeld sei ihm ans Herz gewachsen und er sei froh, dass er hier einiges bewegen konnte. Trotz der Vorfreude auf seine neue Herausforderung als Dezernent in seiner Wahlheimat Duisburg fiel ihm der Abschied schon etwas schwer. Einen guten Rat gab Linne den Krefeldern dann noch mit auf den Weg: „Schauen Sie positiv in die Zukunft und geben Sie Veränderungen einen Raum“.

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