Symbolbild der Polizei
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Rhein-Kreis Neuss. Am Dienstag (14.05.) fahndete und kontrollierte die Polizei im gesamten Kreisgebiet. Das besondere Augenmerk lag dabei auf überregional agierenden Straftätern, aber auch Verkehrsverstöße ahndeten die Beamten. Die deutliche Präsenz uniformierter Kräfte an wechselnden Kontrollstellen im Rhein-Kreis Neuss blieb nicht unbemerkt, im Gegensatz zu den zivilen Streifen, die verdeckt gegen Eigentumskriminalität vorgingen.

Gegen 18 Uhr, führten unter anderem Zeugenhinweise zur Sicherstellung eines einzigartigen und sehr hochpreisigen Ferraris, der tags zuvor bei einer Probefahrt entwendet worden war. Der exclusive Sportwagen konnte in einer Garage in der Grevenbroicher Südstadt aufgefunden werden. Wie der rote Ferrari 288 GTO in die Privatgarage kam, ist Gegenstand der beim Polizeipräsidium Düsseldorf laufenden Ermittlungen.

Im Ergebnis ahndeten die Ordnungshüter insbesondere Verkehrsverstöße. In zwei Fällen mussten Kraftfahrer eine Blutprobe abgeben, weil der Verdacht bestand, dass sie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs waren. Einen 19-jährigen Audifahrer kontrollierte die Polizei, gegen 14:30 Uhr, an der Viersener Straße in Neuss. Schnell ergaben sich Verdachtsmomente, dass der junge Mann Drogen konsumiert haben könnte. Ein Vortest bestätigte die Annahmen, eine Blutentnahme, zum Nachweis der verbotenen Substanz wurde notwendig, die Weiterfahrt untersagt. An der gleichen Kontrollstelle fiel zwei Stunden später ein 28-jähriger VW-Fahrer mit einem positiven THC-Test (Tetrahydrocannabinol, Cannabis-Wirkstoff) auf. Auch er durfte seine Fahrt nicht fortsetzen und musste stattdessen zur Blutentnahme mit zur Wache. Gegen beide Verkehrsteilnehmer wurden Ordnungswidrigkeiten sowie Strafverfahren eingeleitet.

Auch Handy-, Gurt-, und Geschwindigkeitsverstöße führten zu Verwarn- und Bußgeldern in knapp 300 Fällen.

Neben der Feststellung von Straftaten und der Ahndung von Verkehrsverstößen, besteht der Zweck der durchgeführten Kontrollen auch darin, den Druck auf reisende Täter zu erhöhen und gewonnene Erkenntnisse zu verdächtigen Fahrzeugen und Personen im Zuge weiterer Ermittlungen zu nutzen.

“Erfolge, wie die der Ermittlungskommissionen “Sichel” und “Mühle”, bei denen eine Bande von Planenschlitzern und mehrere, landesweit in Erscheinung getretene Wohnungseinbrecher festgenommen werden konnten, zeigen, dass es sich lohnt, die Reisewege überregional agierender Tätergruppen im Blick zu halten. Durch die heutigen Kontrollen erhöhen wir den Fahndungsdruck auf die Kriminellen”, stellt Kriminaloberrat Jörg Lilgert, Leiter der Kriminalinspektion 2 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss, dar.

Zudem appelliert die Polizei an alle Bürgerinnen und Bürger, verdächtige Beobachtungen sofort über den Notruf 110 zu melden. So können die betreffenden Personen und Fahrzeuge vor Ort überprüft, Taten verhindert und gegebenenfalls sogar Täter auf frischer Tat festgenommen werden. Im vorliegenden Fall, führten Zeugenhinweise sogar zur Sicherstellung eines gestohlenen Ferraris, dessen Wert siebenstellig geschätzt wird. (ots)

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