Besuch bei der Jona-Hospizbewegung in Grevenbroich (von links): Siegfried Henkel, Peter Josef Cremer, Dirk Brügge, Marion Berthold und Monika Ruge (Foto: A. Tinter/Rhein-Kreis Neuss)
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Grevenbroich/Rhein-Kreis Neuss. Jeder hat das Recht, in Würde zu sterben. In dieser Auffassung waren sich die Teilnehmer eines Gesprächs einig, das Kreisdirektor Dirk Brügge bei der Jona-Hospizbewegung in der Region Grevenbroich führte. Der Verein, der 2001 gegründet wurde, begleitet schwerstkranke und sterbende Menschen jeden Alters in der häuslichen Umgebung sowie in Altenheimen oder Krankenhäusern.

Pfarrerin Monika Ruge und Anwalt Peter Josef Cremer vom Jona-Vorstand erläuterten die Grundzüge der Vereinstätigkeit und unterstrichen die Wichtigkeit der Arbeit der zurzeit 25 in der Sterbe- und Trauerbegleitung eingesetzten Ehrenamtlerinnen. „Was wir geben, ist Zeit – Zeit für Gespräche, Raum für Erschütterung. Das geschieht behutsam unter Achtung der individuellen körperlichen, seelischen, spirituellen und sozialen Bedürfnisse – sowohl beim Sterbenden als auch bei ihren Angehörigen und Freunden“, so Marion Berthold, Fachkraft der Hospizbewegung, bei dem Gespräch, an dem auch Kreissozialamtsleiter Siegfried Henkel teilnahm.

Kreisdirektor und Sozialdezernent Brügge zeigte sich „beeindruckt“ vom Engagement des Vereins und auch über die Information, dass gerade elf weitere Sterbebegleiterinnen ausgebildet worden sind. Der Rhein-Kreis Neuss werde, so versicherte er, die Trauerbegleitung der ambulanten Hospizdienste auch weiterhin finanziell unterstützen. Der Kreistag habe die Förderung für 2019 und 2020 bereits beschlossen. Die Zuwendung des Rhein-Kreises Neuss an die Jona-Hospizbewegung beträgt 13 000 Euro im Jahr. Insgesamt werden 91 000 Euro jährlich an die sieben Anbieter der Trauerbegleitung gewährt. Für die Finanzierung der Sterbebegleitung ist die Gesetzliche Krankenversicherung zuständig.

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