(Foto: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr)
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Düsseldorf/Mülheim/Oberhausen/Essen/Schermbeck. Vermehrtes Einsatzaufkommen durch die Gewitterfront melden die Feuerwehren in der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie in Mülheim und in Oberhausen. Am Morgen nach dem Sturmtief berichten auch die Feuerwehren aus Essen und Schermbeck im Kreis Wesel über ihre Einsätze.

Die Gewitterfront zog am heutigen Mittwochabend gegen 19.40 Uhr über Mülheim. Zahlreiche Notrufe erreichten die Leitstelle der Feuerwehr Mülheim. Sofort wurden dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie die Löschzüge Broich und Heißen der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Die Einsätze reichten von herabstürzenden Bauteilen von Gebäuden bis hin zu umgestürzten Bäumen. Dabei wurden mehrere Fahrzeuge beschädigt. Die Feuerwehr Mülheim ist mit 82 Einsatzkräften im Dienst und musste bisher 31 Einsätze bewältigen. Die letzten Einsatzstellen werden noch zirka zwei Stunden andauern.

Die Feuerwehr Oberhausen rückte mit insgesamt 20 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr sowie 40 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr zu bisher 30 Sturmeinsätzen im gesamten Oberhausener Stadtgebiet aus.

Die Wetter- und Einsatzlage im Stadtgebiet Oberhausen hat sich gegen 23 Uhr entspannt. Fünf Einsätze werden derzeit noch abgearbeitet. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr werden aus dem Einsatzgeschehen ausgelöst sowie der Einsatzführungsstab zurückgefahren.

Ein Sturmtief fegte am Abend über Teile des Düsseldorfer Stadtgebietes hinweg. Umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste und lose Dachtziegel mussten entfernt werden. Verletzt wurde niemand.

Ab 19.25 Uhr waren die Berufs- und die Freiwillige Feuerwehr mit vereinten Kräften im gesamten Stadtgebiet im Einsatz, um die Schäden, die der Sturm angerichtet hatte, zu beseitigen. Parallel liefen noch an zwei Krankenhäusern die Brandmeldeanlagen ein und mussten von den zuständigen Löschzügen kontrolliert werden. Es handelte sich dabei aber um Fehlalarme und die dort eingesetzten Einsatzkräfte konnten zu weiteren Einsätzen disponiert werden. Ein größerer Baum war auf der Roßstraße auf einen PKW gestürzt und musste mit Motorkettensägen zerkleinert werden. An der Güstrower Straße in Garath musste ein Baugerüst gesichert werden. Insgesamt hat die Feuerwehr bis 20.45 Uhr 26 Einsatzstellen abgearbeitet. Verletzt wurde nach jetzigem Stand durch das Unwetter niemand.

Kurz und heftig zog gestern Abend (24.04.2019) die angekündigte Gewitterfront über Essen hinweg. Der erste dokumentierte Einsatz begann um 19.38 Uhr, bereits gegen 21.50 Uhr war der Spuk auch schon wieder vorbei, der letzte Einsatz abgearbeitet. Regengüsse, Sturmböen und ein ordentliches Blitzlichtgewitter sorgten für insgesamt 50 Feuerwehreinsätze. Gleich zu Beginn lösten, vermutlich durch Blitzaktivitäten, fünf Brandmeldeanlagen aus. In vier Fällen schlug der Blitz in Gebäude und Bäume ein, es kam zu geringen Sachschäden. Umgestürzte Bäume, lose Dachziegel, überflutete Straßen und Keller beschäftigten die Einsatzkräfte von Freiwilliger- und Berufsfeuerwehr. Die Freiwilligen Feuerwehren waren gegen 20.00 Uhr vorsorglich in die Gerätehäuser alarmiert worden, um kurzfristige Verfügbarkeiten zu erzielen. Diese Maßnahme nahm die Leitstelle um 22.40 Uhr zurück. Unabhängig vom Wettergeschehen, aber trotzdem in der heißen Phase des Gewitters, musste eine liegengebliebene S-Bahn geräumt werden. Die Bahn war wegen Stromausfall gestrandet, die Ursache dafür ist nicht bekannt. Fahrgäste berichteten, dass sie etwa zwei Stunden in der Bahn hätten ausharren müssen. Um 21.23 Uhr wurde schließlich die Feuerwehr zu Hilfe gerufen, etwa 150 Menschen aus zwei Zugteilen konnten die Bahn mit Unterstützung der Einsatzkräfte verlassen und wurden mit einem bereitgestellten Bus der Ruhrbahn sowie etlichen Taxis zum Hauptbahnhof gebracht. Verletzt wurde niemand, die Feuerwehr übergab die Einsatzstelle um 23.15 Uhr an den Notfallmanager der Bahn AG.

Am Abend des 24.04.2019 wurden alle drei Löschzüge der Feuerwehr Schermbeck gegen 20:16 Uhr zu wetterbedingten Sturmeinsätzen alarmiert. Insgesamt 8 Einsatzstellen wurden von den Einsatzkräften abgearbeitet. Hierbei wurden vor allem umgestürzte Bäume mittels Kettensäge beseitigt, aber auch Kanaleinläufe gereinigt. Ein Baum riss zudem eine Stromleitung mit hinunter. Bei einem anderen Einsatz stürzte der Baum direkt auf die Motorhaube eines Fahrzeuges und beschädigte dieses massiv. Verletzt wurde hierbei zum Glück niemand. Wäre der Baum einen Meter weiter hinten aufgeschlagen, wäre der Einsatz vielleicht nicht so glimpflich ausgegangen. Bei einem weiteren Einsatz musste zudem die komplette Straße gesperrt werden, da der Baum von einer Fachfirma beseitigt werden musste. Um Mitternacht waren alle Einsatzfahrzeuge wieder eingerückt. (ots)

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