(Foto: EVK Wesel)
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Wesel. Bereits 1982 hat der internationale Verband für Hauswirtschaft (IVHW) den 21. März zum Welthauswirtschaftstag deklariert. An diesem Datum soll stets die Bedeutung der Hauswirtschaft für die Bewältigung des Alltags und zur Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen ins Bewusstsein gerückt werden. Der Aktionstag steht stets unter einem anderen Motto. In diesem Jahr geht es um Nachhaltigkeit.

Ökologisches und ökonomisches Wirtschaften ist auch im Evangelischen Krankenhaus Wesel ein großes Thema. Die Abteilungen Hausservice und Hauswirtschaft setzen sich hier stets kreativ und ideenreich dafür ein, dass Ressourcen geschont und alle Dienstleistungen zum Wohlergehen und zur Gesundheitserhaltung von Patienten und Mitarbeitenden erbracht werden. Zahlreiche gute Geister tragen im Hintergrund Sorge dafür, dass alles funktioniert und reibungslos läuft.

Eine von ihnen ist Sandra Wulff. Seit November 2017 ist sie für den Bereich Stationsservice verantwortlich. Im Rahmen dieser Tätigkeit ist sie dafür zuständig, dass Dienstkleidung, Bettwäsche, Handtücher und Vorhänge stets frisch gewaschen und sauber in ausreichender Menge vorhanden sind. Zudem kümmert sie sich um die jahreszeitliche Dekoration aller Räume und achtet darauf, dass das Ambiente im Haus stimmt. „Rund 50 Gestecke in den unterschiedlichsten Größen, Farben und Formen sowie an die 30 Weihnachtbäume arrangieren mein Team und ich jährlich“, erzählt die gelernte Restaurantfachfrau. Finden Veranstaltungen, Besprechungen oder Fortbildungen im Haus statt, fällt auch die Bewirtung derer in das Ressort ihrer Abteilung. Zudem erledigen ihre Kolleginnen kleine Botengänge und die Speisenverteilung im Wahlleistungsbereich Komfort+ und sorgen dort mit ihrem Service für eine besondere Wohlfühlatmosphäre.

All diese Aufgaben können mitunter ganz schön stressig sein in einer so großen Einrichtung. Da gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren, immer freundlich zu bleiben und vor allem auch mit den vorhandenen Ressourcen schonend umzugehen. „Bevor wir etwas entsorgen, überlegen wir stets, ob wir es nicht noch für einen anderen Einsatz verwenden oder gar zweckentfremden können“, so Wulff. Im Rahmen ihrer Aufgaben ist sie unglaublich viel zu Fuß unterwegs. Ihr individueller Aktivitäten-Tracker zeigt an Spitzentagen schon mal 27.000 Schritte und mehr an. „Das hält fit“, kommentiert die Housekeeperin und verweist auch an ihre Kollegin Martina Ruhnke, die sich bereits seit sechs Jahren unter anderem um ein reibungsloses Entsorgungsmanagement kümmert. Denn Krankenhausmüll ist ganz besonders diffizil. Nach so genannten Abfallfraktionen wird dieser fachgerecht sortiert und getrennt, zum Sammelplatz auf den Wertstoffhof gefahren und dort dem entsprechenden Container oder Sammelbehälter zugeführt oder gepresst. Somit sorgt die gelernte Pflegekraft gemeinsam mit ihrem 16-köpfigen Team dafür, dass die Patienten und Besucher eine Umgebung vorfinden, in der sie sich wohlfühlen können. Mit Sinn für Ordnung, umweltgerechtem Tun und unter Berücksichtigung von organisatorischen und wirtschaftlichen Aspekten schaffen es die Männer und Frauen täglich immer wieder aufs Neue, den zahlreichen logistischen Anforderungen nachzukommen. „Im Krankenhaus vergeht kaum eine Woche, in der intern nicht mindestens ein Umzug erfolgt“, berichtet Ruhnke schmunzelnd. Still und leise wird im Hintergrund agiert, ohne dass großartig jemand etwas davon mitbekommt. Ganz im Gegensatz zum so genannten Internen Patienten Transportdienst. Von diesem profitiert nicht nur das Pflegepersonal auf den Stationen, sondern vor allen die Patienten. Die meisten schätzen es sehr, wenn sie von den freundlichen und empathischen Mitarbeitern von A nach B gebracht werden. Auch das gehört im Krankenhaus zum hauswirtschaftlichen Service  und muss bewältigt werden.

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