(v.l.) Der neue Mitgliederbeauftragte des CDU OV Schermbeck, Sebastian Püthe, Europakandidat Dr. Stefan Berger MdL, OV-Vorsitzender Marc Lindemann, die heimische Landtagsabgeordnete Charlotte Quik und CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Ulrich Stiemer (Foto: Elmar Venohr)
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Schermbeck. Der CDU Ortsverband Schermbeck zeigt sich bereit für die Wahl: Der aussichtsreiche Kandidat der CDU Niederrhein Dr. Stefan Berger wirbt auf der Jahreshauptversammlung für ein starkes Europa – Vorsitzender Marc Lindemann fordert: Wählen gehen!

Der CDU Ortsverband Schermbeck hatte in die Gaststätte Overkämping an der Mittelstraße im Herzen von Schermbeck zur Jahreshauptversammlung geladen, die traditionell mit einem Heringsessen in der Fastenzeit verbunden ist. Und zahlreiche Mitglieder waren gekommen, so dass im Saal kein Platz mehr frei war. Gäste des Abends waren der Europakandidat der CDU Niederrhein und Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Berger, der auf einem aussichtsreichen Listenplatz beste Chancen hat, ins Europäische Parlament einzuziehen, und die heimische Landtagsabgeordnete Charlotte Quik.

Zunächst blickte der Vorsitzende Marc Lindemann auf das vergangene Jahr zurück. Er bedankte sich noch einmal bei Hildegard Franke, deren Posten er vor einem Jahr übernahm, für die Unterstützung. Er erinnerte an die Regierungsbildung in Berlin und die Berufung der örtlichen Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss zur Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. „Ein großer Schritt“, so Lindemann, „den sie sich redlich verdient hat.“ Er ging anschließend auf die vielen Aktivitäten des Ortsverbandes ein, unter anderem auf die Teilnahme am Umwelttag, die Initiative zur Stärkung der Jugendfeuerwehr, den Osterstand, die Berlinreise auf Einladung von Sabine Weiss, die Hallenbadaktion und den besonderen Infostand „Wir sind bunt. Wir sind Vielfalt“. Nicht unerwähnt ließ er auch die Teilnahme des Ortsverbandes an der Heimataktion „Unsere Heimat. Unsere Werte.“, die Teilnahme einiger Vorstandsmitglieder an der Klausurtagung der CDU Fraktion, die Reise zur Regionalkonferenz der Bundes-CDU nach Düsseldorf und die zwei Bürgersprechstunden in Üfte bei TripTrap und bei Overkämping. An letzterer hatten Bürgermeister Mike Rexforth und Charlotte Quik teilgenommen. „Ein besonderes Highlight“, so Lindemann, „ist in jedem Jahr der Neujahrsempfang des CDU Gemeindeverbandes. „Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat uns besucht. Mit den Demonstranten vor dem Rathaus, die übrigens auch gegen unseren Neujahrsempfang demonstriert haben, ist sie souverän umgegangen. Die Ankündigung, ein weiteres Gutachten in enger Kooperation mit den Bürgermeistern aus Hünxe und Schermbeck sowie dem Bürgerforum auf den Weg zu bringen, war sogar ein Bericht im WDR-Fernsehen wert.“

Abschließend ging Marc Lindemann auf den anstehenden Europawahlkampf ein. „Mit Stefan Berger haben wir gute Chancen, einen exzellenten Nachfolger für unseren Parteifreund Karl-Heinz Florenz zu bekommen. Deshalb schon jetzt meine Bitte: Wählen gehen! Und wenn es zeitlich nicht passen sollte gibt es noch die Möglichkeit der Briefwahl!“

Die heimische Landtagsabgeordnete Charlotte Quik erwähnte in ihrem Grußwort unter anderem die Themen „Wolf“ und „Ölpellets“. Sie begrüßte die Entscheidung der Umweltministerin, ein weiteres Gutachten in Auftrag zu geben. An das Ergebnis müsse man sich allerdings halten. „Wir können jetzt nicht so lange begutachten, bis allen das Ergebnis passt.“ Charlotte Quik berichtete darüber hinaus von ihrer Arbeit in Düsseldorf und brachte die frohe Kunde mit, dass eine Million Euro aus dem Landesstraßenerhaltungsprogramm nach Schermbeck fließen – für Sanierungen an der Maassenstraße und die Verbindung der Fahrbahn zwischen Gahlen und Hünxe. Zum Thema Europawahl sagte sie: „Wir müssen jetzt einen guten Wahlkampf abliefern und die Menschen überzeugen, wie wichtig es ist, wählen zu gehen. Lasst uns alle Wählerinnen und Wähler motivieren für Europa – und im Idealfall für unsere CDU.“

Europakandidat Dr. Stefan Berger warb ebenfalls für ein starkes Europa. Die Zeiten des Wandels, so Berger, erforderten klare politische Antworten. Diese könnten nur in Europa liegen. Berger ging unter anderem auf die Themen Zuwanderung, Grenzsicherung, Zinspolitik und auch Wirtschaft ein, betonte, dass sich auch einiges ändern, es Reformen geben müsse. „Die Zukunft Europa verdient Besseres, als von Populisten missbraucht zu werden.“ Als ein Beispiel nannte er die AfD. „Mit unseren Werten haben die nichts zu tun.“ „Wir sind die letzten starken Christdemokraten in Europa und die letzte verbliebene Volkspartei. Wir haben es jetzt in der Hand, mit Manfred Weber einen Deutschen an die Spitze der Europäischen Kommission zu wählen. Jetzt müssen wir die Wählerinnen und Wähler an die Wahlurnen bringen.“ Konrad Adenauer, so Berger, habe Deutschland nach dem Krieg in Europa etabliert. „Die EU war all die Jahre ein Garant für Stabilität. Das soll sie auch bleiben.“

Anschließend wurde ein neuer Mitgliederbeauftragter gewählt. Als einziger Kandidat stand Sebastian Püthe zur Wahl und wurde mit 24 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen gewählt. Der Abend klang gemütlich mit dem traditionellen Heringsessen aus.

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