(Foto: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr)
Anzeige

Düsseldorf/Neuss/Krefeld/Duisburg/Dinslaken/ Voerde/Mülheim/Oberhausen/Essen. Letzte Aktualisierung um 21.00 Uhr

Am heutigen Tage musste die Feuerwehr Dinslaken gleich zu mehreren unterschiedlichen Einsätzen ausrücken. Neben den Einsätzen Person im Aufzug und Verunreinigung auf dem Gewässer, galt es die Einsatzstellen aufgrund des Sturmtiefs Eberhard abzuarbeiten. Die Einsätze, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren, wurden durch alle Einheiten der Feuerwehr Dinslaken mit insgesamt 106 Einsatzkräften beseitigt. Nicht nur umgestürzte Bäume und heruntergefallene Äste, sondern auch umgefallene Straßenschilder, Bauzäune und sogar ein herumfliegendes Trampolin mussten gesichert bzw. zur Seite geräumt werden. Zeitweise musste auch die Bahnlinie gesperrt werden, da ein Baum auf die Gleise gestürzt war. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit der Bahn und der Feuerwehr von den Gleisen entfernt. Des Weiteren befand sich auch ein umgestürzter Baum auf der Auffahrt zur BAB 3. Insgesamt musste die Feuerwehr Dinslaken zu 35 Sturmeinsätzen ausrücken. Der erste Sturmeinsatz begann um 14:46 Uhr und gegen 19:40 Uhr endete der letzte Einsatz. Losgelöst von den Sturmeinsätzen der Feuerwehr rückte auch der Rettungsdienst bis zum Abend hin, zu 21 Einsätzen aus.

Am Nachmittag des 10. März erreichte das Sturmtief „Eberhard“ die Landeshauptstadt Düsseldorf und wird vermutlich Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h mit sich bringen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat dazu eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe 3 bis 4 für den Zeitraum von 14 bis 20 Uhr herausgegeben. Die Feuerwehr Düsseldorf hat aufgrund der Unwetterwarnung des DWDs vorsorglich das Krisenmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf aktiviert.

In der ersten Sitzung des Ämtergremiums wurden vorsorglich Maßnahmen für die Sicherheit der Menschen in Düsseldorf erörtert. Dabei hat sich die Stadt für folgende Maßnahmen entschieden.

Aufgrund der zu erwartenden Orkanböen wurde der Wildpark für den restlichen Sonntag geschlossen. Die Stadt Düsseldorf weist weiter darauf hin, dass man aus Sicherheitsgründen heute Wälder, Friedhöfe sowie öffentliche Spielplätze – dies gilt auch für Schulhöfe, die öffentlich zugänglich sind – meiden sollte. Auch auf einen Besuch der Kulturangebote der Stadt sollte heute vorsorglich verzichtet werden.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde die Feuerwehr Düsseldorf zu rund 135 sturmbedingten Einsätzen alarmiert. Verletzte sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu verzeichnen. Die Rheinbahn wird ihre Fahrgäste über ihre Verkehrsinfotafeln über das Sturmtief „Eberhard“ informieren.

Hinweise für die Menschen in Düsseldorf:

Es können unter anderem Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Ab Sonntagmittag hatte das Sturmtief EBERHARD die Einsatzkräfte der Feuerwehr Voerde fest im Griff. Nachdem um 11:45 Uhr die Einheit Möllen ein Baum im Wohnungswald in Höhe Dinslakener Straße Ecke Friedrichstraße gesichert hatte und um 14:35 ein Baum auf die Bahngleise in Höhe der Schwanenstraße gestürzt war, entschied sich der Leiter der Feuerwehr Voerde, Dirk Bosserhoff, alle 5 Feuerwehreinheiten in die jeweiligen Feuerwehrhäuser zu beordern. Das Sturmtief EBERHARD zog mit seinem Windfeld über das Kreisgebiet Wesel hinweg. Binnen Minuten erhielten die Einsatzkräfte der Städtischen Unterleitstelle, in Voerde an der Bahnhofstraße, 15 sturmbedingte Einsätze von der Kreisleitstelle in Wesel zugeteilt. Diese Einsätze wurden dann von allen 5 Voerder Feuerwehreinheiten abgearbeitet. Dabei sind Behinderungen durch Bäume an folgenden Straßen beseitigt worden: Dinslakener Str., Bogenstr., Am Industriepark, Lübdingstr., Bahnhofstr., Grünstr., Heidestr., Friedhofstr., Auf der Horst, Frankfurter Str. Ein Werbeschild hatte sich an der Bahnhofstr. losgerissen, ebenso wurde ein Carport an der Poststraße Opfer des Sturms. An der Mehrzweckhalle in Voerde an der Steinstraße hatten sich Teile der Dachfassade gelöst, die mit Hilfe der Drehleiter entfernt wurden. Gegen 19 Uhr ließ Dirk Bosserhoff die vor Ort Einsatzbereitschaft beenden. Somit konnten dann die knapp 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Voerde zurück zu ihren Familien.

Einsatz an der Poststraße (Foto: Feuerwehr Voerde)

Bis 20:30 Uhr wurden insgesamt 56 Sturmeinsätze in Neuss bearbeitet. Von abgebrochenen Ästen bis hin zu komplett entwurzelten Bäumen und abgedeckten Dächern sahen sich die Kräfte der Feuerwehr mit sturmspezifischen Einsätzen konfrontiert.

Im Zuge dessen warnt die Feuerwehr davor Wälder zu betreten. Selbst wenn der Wind nachgelassen hat, können in Wäldern auch Tage später noch Bäume und Äste herabfallen. Dabei besteht Lebensgefahr. Zunächst müssen sich Baumexpertinnen und -experten gemeinsam mit dem Amt für Stadtgrün einen Überblick über die Lage verschaffen. Weitere Informationen dazu folgen im Laufe der Woche durch das zuständige Amt für Stadtgrün.

Der Kräfteansatz wird nach und nach reduziert, im Laufe der Nacht werden die restlichen Einsatzstellen nach Priorität abgeschlossen. Ein Abschlussbericht folgt morgen, sobald alle Einsatzstellen abgeschlossen sind.

Die Feuerwehr Krefeld ist aktuell bereits mit 120 Einsatzkräften im Einsatz, um die Schäden der Sturmböen in Krefeld zu beseitigen. Aktuell laufen ca. 50 Einsätze im Stadtgebiet. Ab 16 Uhr wurde im Krefelder Stadtgebiet bis zu Windstärke 12 erwartet. Aus diesem Grund werden zur Warnung der Bevölkerung die Sirenen im Krefelder Stadtgebiet ausgelöst. Alle Bürger werden aufgefordert, möglichst in ihren Wohnungen zu verbleiben. Die Gefahr von Windböen erfasst zu werden und durch umherfliegende Teile verletzt zu werden, ist bei Windstärke 12 enorm. Die Feuerwehr meldet sich, wenn das Sturmtief weitestgehend über das Krefelder Stadtgebiet hinweg gezogen ist. Bisher sind die Einsatzkräfte damit beschäftigt, etliche abgedeckte Dächer zu sichern, umgestürzte Bäume bei Seite zu schaffen und lose Fassadenteile zu sichern.

Aktuelle Meldung von 19.20 Uhr für Duisburg: Bisher hat Sturmtief “Eberhard” rund 200 Einsätze im Stadtgebiet Duisburg verursacht. In der Hauptsache wurden umgestürzte Bäume oder lose Bauteile von den Einsatzkräften gesichert. Verletzt wurde bisher niemand.

Die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr sind mit insgesamt 150 Einsatzkräften im Einsatz.

Aktuell werden von den Einsatzkräften noch Einsatzstellen nach deren Dringlichkeit abgearbeitet. Die Einsätze werden die Einsatzkräfte noch ein paar Stunden beschäftigen.

Das Sturmtief Eberhard bescherte der Feuerwehr Mülheim 45 Einsätze. Als am Nachmittag die Windstärke immer mehr zunahm, wurde durch den Führungsstab der Feuerwehr Vollalarm ausgelöst. 116 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 12 vom DRK und 33 vom Technischen Hilfswerk ergaben eine Gesamteinsatzstärke von 161. Die Einsätze verteilten sich im gesamten Stadtgebiet. Meist waren es umgestürzte Bäume oder lose Bauteile die beseitigt werden mussten. Am Altenheim Luisental drohte ein Baum auf das Gebäude zu stürzen. Der Baum wurde mit einem Teleskoplader der Feuerwehr beseitigt. Um 19 Uhr hatte sich die Einsatzlage soweit entspannt, dass zusätzliches alarmiertes Personal aus den Einsatz entlassen werden konnte.

(Symbolfoto: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr)

Die Feuerwehr Oberhausen wurde im Laufe des Tages zu insgesamt 59 Sturmeinsätzen, verteilt auf das gesamte Stadtgebiet Oberhausen, gerufen. Verletzte Personen gab es aufgrund des Sturmes glücklicherweise nicht. Bei den Einsätzen handelte es sich zumeist um die Beseitigung umgestürzter Bäume, loser Äste, gelöster Fassadenteile oder Dachziegel, die auf Gehwegen oder Straßen zu fallen drohten. Im St. Clemens Hospital musste aufgrund gelöster Dachteile ein Patientenzimmer geräumt werden. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Oberhausen-Mitte und Oberhausen-Süd unterstützten tatkräftig die Berufsfeuerwehr bei der Beseitigung der Sturmschäden.

Sturmtief “Eberhard” hat in Essen für einen unruhigen Sonntagnachmittag gesorgt. Seit dem Mittag sind der Leitstelle der Feuerwehr insgesamt 190 Einsätze gemeldet worden. Eines vorweg, Personenschäden sind in Essen nicht zu verzeichnen. Schäden an Fassaden, abgeknickte Äste, umgestürzte Bäume, fliegende Werbetafeln, Dachziegel, Baustellenabsperrungen und viele andere Schäden mussten und müssen die Einsatzkräfte sichern oder beseitigen. Mit massiver Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr, die ab Mittag im Einsatz waren, ließen sich die Einsatzstellen recht zeitnah anfahren. Derzeit sind die Böen rückläufig, das Notrufaufkommen lässt nach. Das bestätigt auch der Deutsche Wetterdienst, der um 17.15 Uhr meldete “… Das Windmaximum ist überschritten. Zunächst noch einzelne orkanartige Böen, die allmählich seltener werden. Allgemein zögerliche Windabschwächung.” Bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt, es soll kälter werden, auch Gewitter sind möglich.  (ots)

Dieser Artikel wird ständig aktualisiert.

Beitrag drucken
Anzeigen