Bewegungsbad im St. Elisabeth-Krankenhaus (Foto: Rhein-Kreis Neuss Kliniken / S. Niemöhlmann)
Anzeige

Grevenbroich. Das Bewegungsbad im St. Elisabeth-Krankenhaus bleibt erhalten. Gestern haben sich Vertreter der Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH und mehrerer externer Nutzergruppen auf ein neues Nutzungskonzept geeinigt. Das sieht eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Bades und die Umlegung der Sanierungs- sowie der jährlichen Betriebskosten auf die Nutzerbeiträge vor. Nur so ist aus Sicht der Krankenhaus-Gesellschaft eine Fortsetzung des Badbetriebs zu verantworten. „Wir freuen uns, dass wir miteinander eine Lösung gefunden haben“, sagt Patricia Mebes, Geschäftsführerin der Rhein-Kreis Neuss Kliniken, hocherfreut über den Ausgang der Gespräche.

Bereits Ende Mai können die Sanierungsarbeiten beginnen, für die etwa zwei Monate eingeplant sind. Ende Juli, spätestens Anfang August – und damit rechtzeitig für den Kursstart der Anbieter – kann der Badbetrieb dann wieder aufgenommen werden.

Auf mehr als 100.000 Euro werden sich nach derzeitiger Planung die Sanierungskosten belaufen. Auf der To-do-Liste stehen unter anderem das Abdichten des Beckens und die Erneuerung der kompletten technischen Anlagen, zu der neben der Lüftung etwa Dosier- und Messeinrichtungen gehören. Diese einmalige Investition soll über zehn Jahre lang auf die externen Nutzer umgelegt werden. Hinzu kommen jährliche Betriebskosten von rund 53.000 Euro: beispielsweise für Frisch- und Abwasser, tägliche Wasseruntersuchungen, Wartung und Reinigung, Strom und Gas. Um die Kosten zu decken, entrichten die Vereine künftig pro angefangener Stunde 54 Euro an die Rhein-Kreis Neuss Kliniken.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre eine Schließung des mehr als 30 Jahre alten Bades sinnvoll gewesen – zumal das Krankenhaus selbst die Einrichtung gar nicht mehr nutzt: „Das Bewegungsbad wurde einmal mit öffentlichen Mitteln gebaut – zum Zwecke der Versorgung der stationären Patienten. Dank einer immer kürzeren Verweildauer wird das Bad inzwischen nicht mehr zur stationären Therapie benötigt und wurde zuletzt nur noch von externen Gruppen genutzt“, verdeutlicht Patricia Mebes die Situation.

Zuletzt waren an dem kleinen Schwimmbad im Untergeschoss des Krankenhauses an der Von-Werth-Straße wiederholt Reparaturen notwendig geworden. Zunehmende Undichtigkeiten waren aufgetreten, die einen täglichen Wasserverlust von etwa 2000 Litern aufbereitetem Schwimmbad-Wasser zur Folge hatten. Seit Anfang Februar wurde diese Situation noch durch eine massive Undichtigkeit an einer Rohrdurchführung des Schwallwasser-Behälters verschärft, die zu einem Verlust von 25.000 Litern täglich führte.

Für die Geschäftsführung der Rhein-Kreis Neuss Kliniken wäre eine Übernahme des Bewegungsbades durch einen anderen Betreiber wie einen Trägerverein denkbar gewesen, doch von den externen Nutzern sah sich dazu niemand in der Lage. Mit dem nun vereinbarten Nutzungskonzept ist eine Lösung gefunden worden, über die sich alle Beteiligten freuen.

Beitrag drucken
Anzeigen