(Foto: Polizei)
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Oberhausen. Am Mittwoch, den 13. Februar 2019 stellten Polizeipräsident Ingolf Möhring gemeinsam mit dem Direktionsleiter Kriminalität Peter Mosch die Zahlen für das Jahr 2018 aus dem Bereich Kriminalität vor. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen: Sowohl die Behördenziele, die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs und Taschendiebstahls, als auch die Gesamtkriminalität befinden sich auf Rekordtief. Ein Trend, den die Polizei Oberhausen noch weiter ausbauen möchte.

Der Blick auf die Zahlen macht eines deutlich: Es gibt einen tatsächlichen Rückgang der Gesamtstraftaten im Jahr 2018. In diesem Jahr sind der Polizei insgesamt 15.884 Delikte bekannt geworden, was den niedrigsten Stand seit zehn Jahren bedeutet. Mit einer Aufklärungsquote von 59,33 Prozent konnte diese um 2,69 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich gesteigert werden. Das ist insgesamt ein positiver Trend, den die Polizei weiterhin ausbauen möchten.

Die Behördenziele weiterhin im Blick – Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt

Mit Schwerpunktkontrollen, stärkerer Präsenz, der Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Wohnungssicherung sowie dem Festhalten an einer ganzheitlichen Strategie, in der alle Direktionen daran mitwirken, den Wohnungseinbruch zu bekämpfen, ist es der Polizei Oberhausen gelungen, die Zahlen der Wohnungseinbrüche weiterhin zu senken. Im Jahr 2018 wurden 390 Wohnungseinbrüche gezählt, davon blieb es bei 188 beim Versuch. Das bedeutet, dass 48,21 Prozent der Täter an gut gesicherten Fenster und Türen scheiterten oder aufmerksame Nachbarn die Polizei informiert hatten. Im Jahr 2017 waren es noch 484, ein Jahr zuvor 745 gezählte Einbrüche.

Besonders positiv hervorzuheben ist die Mitwirkung der Oberhausener Bürgerinnen und Bürger, die sich aufgrund von verdächtigen Wahrnehmungen bei der Polizei meldeten. Daraus resultierten im Jahr 2018 mehr als 4.000 Einsätze.

Trend im Taschendiebstahl entgegen gewirkt – hohe Aufklärungsquote

Durch umfassende Bekämpfungsstrategien ist es gelungen, die Zahlen im Bereich Taschendiebstahl in den vergangenen Jahren zu senken. Jedoch stiegen diese im Jahr 2017 wieder an, weshalb die Polizei Oberhausen diesem Trend entgegen wirkte. Verdeckte operative Maßnahmen, verstärkte Präsenz an Brennpunkten und viele weitere Maßnahmen sorgten dafür, dass in diesem Deliktfeld ein Rückgang von 97 Taschendiebstählen auf insgesamt 510 im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden konnte. Die Aufklärungsquote beträgt 16,47 Prozent; 38 Tatverdächtige wurden ermittelt, denen teilweise auch Serien von Taschendiebstählen zur Last gelegt wurden.

Weiterhin auf hohem Niveau: Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist rückläufig, bewegt sich mit 146 Straftaten im Zehnjahresvergleich allerdings weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Polizei Oberhausen ist es gelungen 78,77 Prozent der Fälle aufzuklären und 130 Tatverdächtige zu ermitteln.

Im November 2016 trat das Gesetz zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung in Kraft, das die sexuelle Belästigung mit körperlicher Berührung als eigenständigen Straftatbestand definiert. Dieses Delikt wurde im Jahr 2017 zum ersten Mal statistisch erfasst. In Oberhausen sind im Jahr 2017 insgesamt 33 sexuelle Belästigungen angezeigt worden, ein Jahr darauf ist die Zahl auf 46 Fälle angestiegen. Die Ermittler klärten 73,91 Prozent der Fälle auf.

Gewaltkriminalität und Straßenkriminalität auf niedrigstem Stand der letzten zehn Jahre

Weiterhin kann positiv vermeldet werden, dass sich Fälle von Gewaltkriminalität, also Delikte wie Mord, Totschlag oder Raub sich mit 554 Anzeigen auf dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre befinden. Es konnten 70,58 Prozent der Straftaten aufgeklärt werden. Zur Straßenkriminalität werden in der polizeilichen Kriminalstatistik Straftaten gezählt, die im öffentlichen Raum stattfinden, zum Beispiel Raubüberfälle, verschiedene Arten von Diebstählen, gefährliche und schwere Körperverletzung sowie sexuelle Belästigung. Hier ist die Zahl der Delikte mit 3.602 die niedrigsten der vergangenen zehn Jahre. Das ist ein Minus von 5,90 Prozent zum Vorjahr.

Straßenraub und gefährliche Körperverletzung

Zusammenfassend wurde beim Straßenraub ein Rückgang um 33 Straftaten im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Während im Bereich von gefährlicher und schwerer Körperverletzung ein leichter Anstieg um 39 Delikte auf insgesamt 374 festzustellen ist.

Die Pressemitteilung stellt einen Ausschnitt aus dem Jahresbericht der Polizei Oberhausen dar. Mehr zu Jugendkriminalität, Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität, Widerstandshandlungen gegen Polizeivollzugsbeamte und viele weitere Themen mehr, können Sie im Jahresbericht Kriminalität unter oberhausen.polizei.nrw nachlesen. (ots)

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