v.l.: Dominik Nierhaus (ASB), Arndt Jankowski (JUH), Dr. Wilfried Abel (Ärztlicher Leiter), Rainer Porsch (Leiter Stabsstelle Rettungsdienst), Mark Gözke (DRK), Jürgen Wechmann und Stefan Simon (MHD) (Foto: Feuerwehr Oberhausen)
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Oberhausen. Mit dem Tag des Notrufs (11.2.) startet Oberhausen das Projekt Notfalldose. Ab sofort können Bürgerinnern und Bürger lebenswichtige Informationen in der Kühlschranktüre aufbewahren.

Anlässlich des Europäischen Tags des Notrufs (112) am 11.2. starten die Berufsfeuerwehr Oberhausen und die Oberhausener Hilfsorganisationen in gemeinsamer Initiative mit der Notfalldose.

Im Notfall zählt jede Sekunde

Umso wichtiger ist es für den Rettungsdienst lebensrettende Informationen schnell zur Hand zu haben. Dabei soll jetzt die Notfalldose helfen. Klein und handlich enthält die Notfalldose ein Notfall-Informationsblatt, auf dem alle wichtigen Informationen über eine im Haushalt lebende Person zu finden sind. Jede weitere im Haushalt lebende Person füllt ein eigenes Info-Blatt aus. Im Notfall erfahren Helfer so die wichtigsten Informationen zu Vorerkrankungen, Allergien, die Einnahme von Medikamenten sowie die Adresse vom Hausarzt, einem eventuell vorhandenen Pflegedienst und Kontaktpersonen. Zusätzlich werden Informationen zum bevorzugten Krankenhaus, zu wichtigen operativen Eingriffen und, falls vorhanden, zum Haustier abgefragt. Aufbewahrt wird die Notfalldose in der Innentüre des Kühlschranks. Dort kann die Dose leicht gefunden werden. Einheitliche Aufkleber auf der Innenseite der Haus- bzw. Wohnungstüre und auf der Außenseite der Kühlschranktüre weisen auf die Nutzung der Notfalldose hin.

Kein Ersatz für Notrufsysteme

„Die Notfalldose ist eine hervorragende Ergänzung für die von den Hilfsorganisationen angebotenen und bestehenden Haus-Notrufrufsysteme in Haushalten. Aber auch ohne ein vorhandenes Haus-Notrufsystem kann die Notfalldose ein Lebensretter im Miniformat sein. Denn wenn jede Sekunde zählt, hilft jede einzelne noch so kleine Information den Rettungskräften weiter.“, erklärt Rainer Porsch, Leiter Stabsstelle Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Oberhausen.

Erhältlich bei Oberhausener Hilfsorganisationen

Die Notfalldose ist ein Gemeinschaftsprojekt der Feuerwehr Oberhausen und der Oberhausener Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Die Johanniter und dem Arbeiter Samariter Bund. Die Notfalldosen werden durch die Hilfsorganisationen in den organisationseigenen Ausführungen vorgehalten und können dort von interessierten Bürgerinnen und Bürgern gegen einen kleinen Unkostenbeitrag erworben werden. „Auch wenn die Dosen sich vom äußeren Erscheinungsbild her unterscheiden, der Inhalt ist bei allen Dosen in Oberhausen der gleiche. Damit gewährleisten wir, dass das Rettungsdienstpersonal einheitlich in allen Dosen an den identischen Stellen die benötigten Informationen erhält.“, so Rainer Porsch.

Im Notfall 112 wählen!

Eine Dose alleine kann den Rettungsdienst nicht alarmieren. Deshalb nutzen Feuerwehren und Hilfsorganisationen europaweit den Tag des Notrufs am 11.2. um die lebensrettende Rufnummer in der Bevölkerung bekannter zu machen und die Menschen gleichzeitig für das Thema Rettung und Erste Hilfe zu sensibilisieren.

Was passiert eigentlich, wenn die 112 gewählt wird?

 Eine speziell ausgebildete Person beantwortet Ihren Anruf. Je nach Land, in dem Sie sich befinden, kümmert sie sich unmittelbar um Ihr Anliegen oder leitet Sie an den entsprechenden Notfalldienst weiter.

 Immer mehr Beschäftigte einer Feuer- und Rettungsleitstelle können solche Anrufe in mehreren Sprachen beantworten; dies ist besonders für Reisende wichtig, die die 112 im Ausland anrufen.

 Sie werden aufgefordert, Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer zu nennen. Anrufer müssen sich identifizieren, damit derselbe Notfall nicht doppelt gemeldet wird.

 Wenn Sie die 112 irrtümlich angerufen haben, legen Sie nicht auf! Sagen Sie einfach, dass alles in Ordnung ist. Sonst muss eventuell ein Rettungsdienst losgeschickt werden, um zu prüfen, ob ein Notfall vorliegt.

Infostand zum Tag des Notrufes 112 am 11.2.

Um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben sich persönlich über den Tag des Notrufes oder über die Notfalldose zu informieren, wird es einen Infostand der Hilfsorganisationen und der Feuerwehr im Bero-Center am 11.2. in der Zeit von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr geben.

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