v.l. Wilhelm Windszus und Michael Wefelnberg (Foto: © Rose Benninghoff)
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Hünxe. Als „absurd“ bezeichnen CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Wilhelm Windszus und Fraktionsvorsitzender Dr. Michael Wefelnberg die am Wochenende geäußerte Kritik des Hünxer-SPD-Vorsitzenden Jan Scholte-Reh an dem von der NRW-Koalition und der Landesregierung auf den Weg gebrachten „Azubi-Ticket.“ „Die abgewählte rot-grüne Landesregierung hatte sieben Jahre Zeit, ein solches Ticket auf den Weg zu bringen. Es ist nichts passiert – außer, dass ein solches Ticket im SPD-Wahlprogramm stand. Nach gut anderthalb Jahren hat die neue Landesregierung nun ein weiteres Wahlversprechen eingelöst. Mit den Verkehrsverbünden, Kammern und Verbänden wurde einvernehmlich ein gutes Ergebnis erzielt“, so Windszus und Wefelnberg. „Und das zu einem fairen Preis.“ Die heimische Landtagsabgeordnete Charlotte Quik unterstützt die CDU in Hünxe: „Alle Beteiligten setzen damit ein starkes Signal für die Attraktivität der beruflichen Ausbildung.“

Auch die Handwerkskammer begrüßt die Einführung eines landesweiten Azubi-Tickets. Handwerkspräsident Andreas Ehlert hatte bei der Vorstellung des Tickets durch Verkehrsminister Hendrik Wüst betont, landesweit bei den Unternehmen zu werben. Arbeitgeber, die sich für eine Bezuschussung des Azubi-Tickets entscheiden, können das Ticket als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen. Der Gesamtpreis für das Azubi-Ticket beträgt maximal 82 Euro. Bislang sind Tickets mitunter deutlich teurer – besonders beim Verlassen des Verbundes. Das entfällt jetzt komplett. Teilen sich Arbeitgeber und Auszubildende die Kosten für das landesweite Ticket je zur Hälfte, reduziert sich der Kostenanteil für Auszubildende auf maximal 41 Euro. Für ein verbundweites Ticket müssten Auszubildende bei einer Kostenteilung mit dem Arbeitgeber nicht mehr als 31 Euro im Monat zahlen. „Auch in unserer Region werden gute Nachwuchskräfte gesucht. Wenn Unternehmen oder das Handwerk im Wettbewerb um Azubis das Ticket als Möglichkeit entdecken, mit einem Zuschuss für sich zu werben und seine Attraktivität als Arbeitgeber oder Ausbilder hervorzuheben – umso besser“, betonen Windszus und Wefelnberg.

Erfreut zeigen sich der Gemeindeverbands- und der Fraktionsvorsitzende über die Forderungen von Scholte-Reh, den Fokus auf die Infrastruktur im ländlichen Raum legen zu wollen: „Rot-Grün hat in sieben Jahren den ländlichen Raum zugunsten ihrer mittlerweile ehemaligen Wahlhochburgen in den Städten am ausgestreckten Arm ,verhungern lassen’. Es glaubt doch wirklich keiner, dass sich an dieser Grundeinstellung in Zukunft etwas ändern wird. Erst die schwarz-gelbe Landesregierung hat mit zahlreichen neuen Förderprogrammen und Rekordzuweisungen im Rahmen des Gemeindefinanzierungsgesetzes nach kurzer Zeit eine Trendwende erreicht. Herr Scholte-Reh: Sie sind in der falschen Partei!“

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