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Duisburg/Moers. Endlich geschafft! Vier junge Männer zwischen 20 und 24 Jahren sind in ihre erste eigene Wohnung gezogen. Sie haben sich  im Juni 2015 kennengelernt und kommen aus Moers und Rheinhausen. In ihrem bisherigen Leben haben sie sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Zwei der Männer haben eine leichte geistige Behinderung, die anderen beiden eine Autismus-Spektrum-Störung.

Alle vier hatten gute Gründe eine „neue Wohnform“ zu suchen und wandten sich deshalb an die KoKoBe Moers und an die KoKoBe Duisburg-West (KoKoBe = Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsangebote für Menschen mit geistiger Behinderung).

Die jungen Männer hatten den konkreten Wunsch, mit einigen anderen jungen Menschen zusammenzuwohnen. Die Mitarbeiterinnen der KoKoBe hatten noch weitere Anfragen von jungen Männern mit Behinderung und initiierten für alle ein Kennlerntreffen. Die Idee der Gründung einer neuen Wohngemeinschaft war geboren. Damit sich „die Jungs“ weiter beschnuppern konnten, motivierten die KoKoBe-Mitarbeiterinnen zu weiteren Treffen, z. B. beim Minigolf, Eis essen und zum PlayStation spielen. „Die Jungs“ sollten sich auch ohne Begleitung und somit unbefangen kennenlernen. Im Herbst 2015 war für die „Vierer-Bande“ klar: ja, wir können uns vorstellen, zusammen in einer Wohnung zu leben. Die KoKoBe schrieb die erforderlichen Hilfepläne, half bei der Wohnungssuche und unterstützte bei den notwendigen Anträgen.

Eine passende Wohnung wurde in Rheinhausen gefunden und alle sind gespannt, wie sich nun alles entwickelt: Wie klappt es mit den Aufgaben im Haushalt? Wer macht wann welche Einkäufe? Welche Regeln sind notwendig? Bei diesen Fragen und vielem mehr unterstützen die Mitarbeiter des Ambulant Betreuten Wohnens. … Eine spannende Herausforderung für alle Beteiligten!

 

Die KoKoBe bieten fachlich qualifizierte, kostenlose und unabhängige Beratung und Unterstützung zu Fragen rund um die Themen Wohnen, Freizeit und Arbeit. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung im Rheinland bei der gleichberechtigten Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu unterstützen sowie durch Beratung und Angebote die individuelle Weiterentwicklung und Selbstbestimmung zu fördern.

Schwerpunkt ist die Förderung des selbstständigen Wohnens mit ambulanter Unterstützung. Geschaffen wurde das Beratungsnetz, um Menschen mit insbesondere geistiger Behinderung beim selbstständigen Leben außerhalb von speziellen Wohneinrichtungen zu unterstützen.

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